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13/10/03

Gegen Verfolgungsbetreuung, Aemterschikanen und Verarmung 

Zeit sich zu wehren!

Treffpunkt: Jeden Montag 9-11 Uhr vor dem Arbeitsamt/JobCenter Köln (Luxemburger Str. 121)

Liebe Arbeitslose! Liebe Sozi-EmpfägerInnen!

Wir sagen Euch nichts neues, wenn wir feststellen, dass man seit 2 Jahren versucht, uns zu verarschen und uns an der Nase durch den Ring zu führen wie dressierte Tanzbären.
Die Hetze gegen Arbeitslose hat im Wahlkampf 2002 begonnen, sie wurde von einer großen Koalition aus SPD/CDU sowie Grünen/FDP propagiert, und sie trug den Namen "Hartz", benannt nach einem Manager, den VW abgestellt hatte, um die SPD im Duell mit Stoiber (BMW) zu unterstützen. Heute heißt die Scheiße "Agenda 2010". Neben der Arbeitslosenversicherung spült die Obrigkeit gleich noch die Renten- und Krankenvericherungen durch die Toilette der kapitalistischen Sachzwänge (Riester-Rente, Rürup-Kommission etc.).

"Losst se ens schwaade, et hätt noch immer joot jejange", das haben viele von uns damals gedacht. Doch langsam wird die Lage brenzlig:

- Die Bundesanstalt für Arbeit hat die Vorgabe, in Zukunft ohne Bundeszuschuss auszukommen. 2,89 Millarden Euro sollten in 2003 eingespart werden: Und zwar bei uns.

- Die SachbearbeiterInnen haben die Vorgabe, Sperrzeiten zu verhängen, um Gelder einzusparen. Das Plansoll liegt bundesweit bei 140.000 Sperrzeiten im Jahr 2003.

- Die Sperren kommen durch Ämterschikanen zustande (Nachweis von Bewerbungsbe-mühungen, unsinnige Maßnahmen wie Profilings, Trainings, Feststellungen etc). Viele sind so genervt, dass sie ganz auf ihre Leistungen verzichten.

- Die Zahl der Opfer, die ohne eine Arbeit, Ausbildung oder Sonstiges aus dem Leistungs-bezug fallen liegt seit Jahresbeginn in Köln offiziell bei 38.197 Personen. Die Rausekel-quote hat sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20% gesteigert.

Es ist also an der Zeit, sich zu wehren. Dabei müssen wir uns eine traurige Wahrheit vor Augen führen: Wir sind auf uns allein gestellt. Vergesst die Parteien, vergesst den DGB und seine Schleimscheißer, vergesst die "kritische Öffentlichkeit" (Zeitungen, TV, Radio), vergesst auch die Arbeitslosenzentren und ihre Sozial-arbeiterInnen. Sie werden die Hand nicht beißen, die sie jahrelang gefüttert hat.

Um einen Anfang zu wagen, stellen wir uns ab dem 20. Oktober 2003 jetzt jeden Montag vor das Kölner Arbeitsamt. Unser kurzfristiges Ziel ist es, mit Euch Arbeitslosen in Kontakt zu kommen.

- Wo brennt´s?
Wir wollen ein genaues Bild der Lage bekommen, das über unsere persönlichen Kontakte hinausreicht.

- Wer ist wer?
Wir beginnen ein Profiling des Arbeitsamts und seiner Subunternehmer. Um uns wehren zu können, müssen wir unsere Gegner besser kennen lernen. Ziel des Profilings ist es, mehr über die Strukturen der Bundesanstalt und ihrer Angestellten zu erfahren, um eine Unterscheidung zwischen "Gut, böse und dumm" vornehmen zu können. Zu diesem Zweck haben wir einen Fragebogen erstellt, den ihr bei uns ausfüllen könnt.

- Wer hilft wem?
Wir wollen versuchen, als Koordination und Vermittlung zu dienen. Wer Stress mit dem Amt hat, sollte nicht allein zu Terminen gehen, sondern das Recht auf Beistand wahrnehmen. Bei uns können sich Leute melden, die Stress haben und solche, die als Beistand mitkommen würden.

Das Elend der Alten (-PflegerInnen) 

Vom Leben und Arbeiten in Alten- und Pflegeheimen

SchwarzRoter Salon, Donnerstag, 6. November 03, 20.30 Uhr,
Ludolf-Camphausen-Str. 36, 50672 Köln


Unzumutbar und unmenschlich sind die Arbeitsbedingungen in der Pflege schon lange. Doch das Rürup-Konzept sieht noch viel tiefere finanzielle Einschnitte vor. Die drohenden "Reformen" sind der Anlass für eine Kampagne der Träger von Pflegeeinrichtungen in Köln, jeden Dienstagvormittag an vielen Orten der Stadt, Betroffene zu Demonstrationen und Protest zu mobilisieren.
Aber gibt diese Kampagne überhaupt unsere Interessen wieder?
Welche Vorstellungen haben wir?
Pflegekräfte laden KollegInnen, Senioren, Angehörige und Interessierte ein zu Vortrag, Diskussion und kritisch-solidarischer Bestandsaufnahme.

www.alt-werden-ohne-angst.de/gross

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